Glück im Spiel

Das mit den bevormundenden Schockbildern auf den Zigarettenschachteln geht mir entschieden zu weit, aber ein konsequentes Werbeverbot in der Öffentlichkeit ist längst überfällig. Dringender nur noch gehört die Werbung für Bordelle verboten. Dass dem noch nicht so ist, kann eigentlich nur das Werk von Lobbyisten sein, deren Lobbyarbeit ich mir ziemlich spannend vorstelle. Wenn es um Internetsucht geht, ist allerdings momentan besonders die Werbung von Glücksspielanbietern interessant. Auf einer großen Veranstaltung zum Thema Glücksspielsucht waren Online-Sportwetten das große Thema. Dort war zu erfahren, dass gerade Profisportler nach ihrem Karriereknick oder -ende häufig genau davon abhängig werden. Passend dazu machen Sportskanonen wie Boris Becker und Oliver Kahn Werbung für Anbieter von Sportwetten, die mittlerweile hauptsächlich online abgewickelt werden. Das ist ziemlich absurd, wenn man bedenkt, dass Online-Glücksspiele in Deutschland eigentlich verboten sind. Glück im Spiel weiterlesen

Digitale Bauklötze

Früher war alles schlechter. Wenn ich mit Barbies spielen wollte, musste ich das heimlich bei einer Freundin tun. Pistole und Schießgewehr waren für uns Jungs zuhause allerdings auch nicht gern gesehen. Die Frage nach dem Sinn oder Unsinn geschlechtsneutraler Erziehung von Mädchen und Jungen war noch nicht so virulent. Damals durften die Jungs samstags noch zuhause vor der Tür mit dem Papa Autowaschen. Der Höhepunkt des Wochenendes ist heute eher das gemeinsame Computerspielen von Vater und Sohn. Allerdings gibt es da ein Problem. Die entscheidenden Spiele, die Vati mit dem Sohnemann am liebsten spielen würde, sind erst ab 16 oder 18 Jahren freigegeben, was viele nicht daran hindert es doch zu tun. Der Spielwarenhersteller Mattel schafft hier mit seiner Serie Mega Bloks eine gewisse Abhilfe. Digitale Bauklötze weiterlesen

Gegenteil von Charity

Diese Woche in der BUNTEn (Heft 18): «ATHEN. Gutes tun & Spaß haben. „Mann über Bord“-Manöver, Navigation, Besteckversetzung? Zwölf Prominente büffeln für den guten Zweck. Sieben Tage, acht Stunden täglich. Mit dabei auch die Schauspieler Kai Scheve, Simone Hanselmann und Hannes Jaenicke. Er schwärmt: „Ein unglaublich schönes, intensives Zusammensein ist das hier. Keiner redet vom Job!“ alle wollen im warmen Athen die Sportbootführerschein-See-Prüfung bestehen, damit sie im Oktober am Rose of Charity DS Sailing Cup teilnehmen können. Das „Funrace“, initiiert von DS Automobiles, wurde 2015 mit großer Aufmerksamkeit zugunsten der DKMS (Dt. Knochenmarkspenderdatei) ausgetragen. Fazit: Alle bestehen! „Jamas! Prost!“ Ab da hatte so mancher etwas Seegang, bevor’s wieder ins fünf Grad kalte Deutschland ging.»

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Das Netz in uns

In meinem Elternhaus standen Klassik und Western an der Tagesordnung. Wie Popmusik hatten bei uns auch Science-Fiction-Filme den Ruch des Unanständigen, fragen Sie mich nicht warum. Die neuesten technischen Geräte, später auch die Computer, waren schon okay. Wir hatten den ersten Schachcomputer und das erste Computerspiel. Und als ich zur Konfirmation meinen ersten PC bekam, schien die Welt endlich in Ordnung. Damals hätte ich mir noch nicht träumen lassen, wie sehr Computer und Roboter die Welt revolutionieren würden. Mehr noch als die Hardware ist meiner Ansicht nach das Internet – der immaterielle Großraum, in dem sich bald alle Maschinen, Medien und Menschen miteinander verbinden – die entscheidende Sphäre, wenn es um den Blick in die Zukunft geht. Das Netz in uns weiterlesen